Fehlsichtigkeit - Welche gibt es?
Die meisten fehlsichtigen Menschen haben eine Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung. Diese lassen sich durch das Augenlasern in der Regel korrigieren.

Kurz­sich­tig­keit

Weit­sich­tig­keit

Horn­haut­ver­krüm­mung

Al­ters­sich­tig­keit

Anatomie

Das menschliche Auge

Das mensch­liche Auge ist ein hoch­entwickeltes Sinnes- bzw. Sehorgan, welches Lichtreize aufnehmen und zur Verar­beitung an das Hirn weiter­leiten kann. Es versetzt uns in die Lage, Infor­mationen im Bereich des sicht­baren Lichts wahr­zu­nehmen und uns so in unserer Umwelt zu orientieren. Dabei kommt neben dem Räum­lichen Sehen auch der Seh­schärfe, dem Gesichts­feld sowie der Wahr­nehm­ung von Farben eine große Bedeutung zu.

Solange ein ausge­glich­enes Verhältnis zwischen der Achs­länge des Auges und seiner Brechkraft besteht, wird ein Auge als normal­sichtig (emmetrop) bezeichnet – einfallende Licht­strahlen werden scharf auf der Netzhaut abgebildet.

Myopie

Kurzsichtigkeit

Unter Kurz­sichtig­keit (auch Myopie) wird ein Miss­verhältnis zwischen der Länge des Augapfels und der Brech­kraft des optischen Systems des Auges bezeichnet. Eine Verläng­erung des Augapfels um 1mm entspricht ca. drei Dioptrie Kurz­sichtig­keit.
Das Bild entsteht schon vor der Netzhaut: für den Betroffenen entsteht so ein unscharfer Seh­eindruck. Wird das zu betrach­tende Objekt- z.B. ein Buch jedoch in dem richtigen Abstand zum Auge betrachtet- also in der Nähe- so entsteht ein scharfes Bild. Dem­ent­sprech­end kann ein Kurz­sichtiger in der Nähe gut gucken, sieht in der Ferne jedoch ver­schwom­men und unscharf.

Kurzsichtigkeit - Eis im Vordergrund und Wasser im Hintergrund
Weitsichtigkeit - Eis im Vordergrund und Wasser im Hintergrund

Hyperopie

Weitsichtigkeit

Bei der Weit­sichtig­keit (auch Hyperopie) ist das Auge im Vergleich zur Brech­kraft zu kurz, deutlich seltener liegt eine zu niedrige Brech­kraft des Auges vor. Beim Blick in die Ferne fallen die Licht­strahlen nahezu parallel ins Auge und würden sich beim weitsichtigen Auge erst hinter der Netz­haut zum Bild vereinigen.
Weit­sichtige Menschen halten beim Lesen das Buch mög­lichst weit entfernt um die Schrift zu lesen. In jungen Lebens­jahren können sie Gegen­stände in der Ferne noch gut erkennen- durch den Mecha­nismus der Akko­moda­tion. Mit der Zeit lässt die Elas­tizität der Linse jedoch nach, so dass dieser Aus­gleichs­mecha­nismus zum erliegen kommt.

Astig­matis­mus, Stab­sichtig­keit

Horn­haut­ver­krüm­mung

Eine Horn­haut­ver­krüm­mung (auch Astig­matis­mus oder Stab­sichtig­keit) ist ein besonderer Brech­ungs­fehler des Auges. Hierbei werden die von einem betrach­teten Objekt ausgeh­enden Licht­strahlen nicht in einem Punkt auf der Netz­haut­ebene gebündelt, sondern in einer Brenn­linie abgebildet.
Ein Licht­strahl, der parallel zur optischen Achse in den Augapfel einfällt, wird unter­schied­lich stark gebrochen. Dabei lassen sich in der Regel eine Ein­falls­ebene mit maximaler und eine mit minimaler Brech­kraft ermitteln. Die Differenz zwischen diesen beiden soge­nannten Haupt­schnitten wird als Stärke des Astig­matis­mus bezeichnet.

Hornhautverkrümmung - Eis im Vordergrund und Wasser im Hintergrund
Alterssichtigkeit - Eis im Vordergrund und Wasser im Hintergrund

Presbyopie

Alters­sichtig­keit

Alters­sichtig­keit (auch Alters­weit­sichtig­keit oder Presbyopie) ist der fort­schreit­ende, alters­bedingte Verlust der Nah­anpas­sungs­fähig­keit des Auges mittels Akkom­moda­tion. Ein scharfes Sehen in der Nähe ist dann ohne geeig­nete Korrektur (z.B. die Lesebrille) nicht mehr möglich.
Alters­sichtig­keit ist dabei jedoch keine Krankheit, sondern eine normale alters­bedingte Funktions­ein­schränk­ung, die sich ab dem 40 Lebens­jahr bemerkbar macht: Lese­texte müssen immer weiter von den Augen entfernt gehalten werden, um noch scharf zu sehen. Alters­sichtig­keit beeinflusst eine bereits besteh­ende Fehl­sichtig­keit jedoch nicht, sondern bedarf immer einer zusätz­lichen Korrektur für die Nähe.

Augenlasern

Fehlsichtigkeit korrigieren

PRK

Die PRK eigenet sich beson­ders für Pa­tien­­ten mit dün­ner Horn­­haut, da zur Au­gen­­laser Be­hand­­lung kein Flap gebildet wird. Die Me­tho­de ist daher auch be­liebt bei Kontakt­sport­lern, Poli­zei- und Feuer­­wehr­­leu­ten.

Femto-LASIK

Die Femto-LASIK ist ein beson­ders schon­en­des Augen­laser Ver­fahren. Durch die Bil­d­ung des Flaps ist die Me­­tho­de be­son­­ders scho­nend und schmerz­­frei. Schon am näch­sten Tag kön­­nen sie wie­der scharf seh­en.

EVO Visian ICL

Die implan­tierbare Kontakt­linse ist aus Colla­mer und wird mini­­mal­­inva­­siv und unsicht­bar hinter Ihre Iris gesetzt. Die EVO Visian ICL ist voll­­stän­dig re­ver­­sibel und präzise auf Ihre Fehl­sichtig­keit indivi­duali­sier­bar.

CLE Linsentausch

Ein Linsen­tausch (CLE) ist eine alter­native Behand­lungs­methode für Patien­ten mit beson­ders starker Fehl­sichtig­keit. Dabei wird die körper­eigene Linse gegen eine künst­liche Multi­fokal­linse aus­ge­tauscht.