Weitsichtigkeit
auch Hyperopie
Weitsichtige Menschen haben meist ein zu kurzes Auge. Die Folge: Sie sehen in der Nähe unscharf. Weitsichtigkeit kann jedoch auch dauerhaft mit dem Augenlasern, anstatt einer Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden.

Weitsichtigkeit / Hyperopie

Was ist Weitsichtigkeit?

Weit­sichtig­keit ist eine recht häufige Form der op­tischen Fehl­sichtig­keit. Ver­gleichen mit Kurz­sichtig­keit kommt sie jedoch weniger häufig vor. Weit­sichtig­keit ist ange­boren, äußert sich oft aber erst ab dem 30. Lebens­jahr, da die in­neren Augen­muskeln die Fehl­sichtig­keit zu­nächst aus­glei­chen können.

Bei der Weit­sichtig­keit – auch Hyper­opie, Hyper­metro­pie oder Über­sichtig­keit ge­nannt – handelt es sich um eine optische Fehl­sichtig­keit, bei der meist der Augapfel zu kurz ist. Be­trof­fene können in der Ferne scharf und in der Nähe un­scharf sehen.

Die ein­fallen­den Licht­strahlen werden am Brenn­punkt ge­bün­delt, der hinter der Netz­haut liegt. Die Licht­strahlen sind noch zer­streut, wenn sie die Netz­haut erreichen. Nor­maler­weise liegt der Brenn­punkt für ein scharfes Bild genau auf der Netz­haut. Betrof­fene können somit in der Nähe nicht richtig scharf stellen, weil der Brenn­punkt zu weit hinten liegt.

Neben der Brille und Kon­takt­linsen kann Weit­sichtig­keit / Hyper­opie auch lang­fristig durch eine Augen­laser-Be­hand­lung korri­giert werden.

Das Wich­tigste auf einen Blick

  • Weit­sichtig­keit ist keine Er­krank­ung, sondern eine natür­liche Un­regel­mäßig­keit des Auges.
  • Hyper­opie: Weit­sich­tige sehen in der Ferne scharf und in der Nähe un­scharf.
  • Ursache: Der Aug­apfel ist zu kurz, oder der Brech­wert der Linse ist zu gering. Der Brenn­punkt für scharfes Sehen liegt hinter der Netz­haut.
  • Weit­sichtig­keit wird auch Über­sichtig­keit ge­nannt.
  • Wird in plus Diop­trien (z.B. +3 dpt.) an­ge­geben.

Symptome Weitsichtigkeit / Hyperopie

Welche Symp­tome haben Weit­sichtige?

Personen mit Weit­sich­tig­keit (Hyper­opie) sehen in der Nähe unscharf. Dies äußert sich bereits in ganz all­täg­lichen Situa­tionen:

  • Schwierig­keiten vor allem beim Lesen und bei der Arbeit am Com­puter
  • oder der Nutz­ung von Smart­phone oder Tablet

Ohne Korrek­tur der Weit­sich­tig­keit können sich folgende Symp­tome erge­ben:

  • Stän­diges Blin­zeln
  • Ermü­dung der Augen, Kopf­schmer­zen
  • Augen­schmer­zen, bren­nende Augen
  • Binde­haut­ent­zün­dung

Weit­sich­tige halten Bücher oft weit von sich weg, um besser lesen zu können. Sie kneifen oft die Augen beim Lesen zu­sam­men, blinzeln stark oder schließen ein Auge sogar ganz, um schärfer sehen zu können. So wird un­will­kür­lich versucht die schlechte Sicht in der Nähe zu kom­pen­sieren. In jun­gem Alter funk­tio­niert dies noch recht gut: Die Fähig­keit zur Akkom­mo­d­ation, der aktiven An­pas­sung der Seh­schärfe an ver­schie­dene Dis­tanzen, ist noch vor­han­den. Dies liegt daran, dass die Au­gen­linse noch sehr elas­tisch ist.

Über 30 ist eine Brille oder Kon­takt­linsen dann un­er­läss­lich, um trotz Weit­sich­tig­keit scharf sehen zu können. Mit einer Augen­laser-Be­hand­lung können Sie sich jedoch von Ihrer Brille oder Kon­takt­lin­sen be­freien.

Diagnose: Sehtest

Wie wird Weit­sich­tig­keit / Über­sich­ti­gkeit fest­ge­stellt?

Weit­sich­tig­keit / Hyper­opie wird schnell und un­komp­liziert bei einem Augen­arzt oder Augen­optiker fest­ge­stellt – oder direkt zu unserem Online-Sehtest. Durch einen Seh­test wird untersucht, wie gut die Augen in die Weite (Fern­visus) und in die Nähe (Nah­visus) sehen können.
Dabei müssen unter­schied­lich große Buch­staben oder Zahlen auf der soge­nannten Visus­tafel erkannt werden. Bei dem Sehtest wird zu­nächst bei ab­ge­deck­tem linken Auge das rechte Auge einmal ohne und einmal mit korri­gier­en­dem Glas geprüft – an­schließ­end an­ders­herum. So kann die Stärke der Weit­sichtig­keit in Diop­trien ermittelt werden. Mit dieser soge­nann­ten Re­frak­tions­mes­sung kann der zur Korrek­tur der Seh­schwäche benöt­igte Diop­trien-Wert ermittelt werden.

  • Die Dioptrie ist die Maß­ein­heit für den Brech­wert. Ein normal­­sich­tiges Auge hat eine Gesamt­­brech­­kraft von maxi­mal ca. 63 Diop­trien. Eine Fehl­sich­tig­keit wird als Ab­weich­ung in Diop­trien von diesen ide­alen Werten ge­messen.
  • Je nach Tageszeit, Licht, Ihrer Aus­ge­ruht­heit und Ihrem Wohl­be­finden können die Ergeb­nisse des Seh­tests unter­schied­lich aus­fallen. Even­tuell kann es hilf­reich sein Ihre Werte mehr­mals zu kon­trol­lieren.
  • Beson­ders bei jungen weit­sichtigen Menschen erfor­dert der Seh­test beson­deres Finger­spitzen­gefühl, da die noch sehr elas­tische Augen­linse die Fehl­sichtig­keit durch Akkom­modation oft un­will­kür­lich aus­gleicht. Beson­ders leichte Weit­sichtig­keit kann daher schnell über­sehen werden. Oft werden daher spezielle Augen­tropfen (Zykloplegie) ver­wendet, die die Krüm­mungs­fähig­keit der Linse vor­über­geh­end „aus­schalten“ – die Augen werden „weitgetropft“.

Damit Ihre Brille oder Kontakt­linsen für Sie indivi­duell perfekt ange­fertigt werden können, ist eine pro­fessio­nelle Mes­sung bei einem Experten essentiell. Ver­ein­baren Sie gerne einen Termin in einem unserer Augen­zentren.

Alter­nativ kann Weit­sichtig­keit auch mit einer Augen­laser-Behand­lung korrigiert werden. Gerne beraten wir Sie dazu. Kosten­frei und un­ver­bind­lich – ver­ein­baren Sie einen per­sön­lichen Bera­tungs­termin.

Ursachen und Formen der Hyperopie

Welche Ursachen hat Weit­sich­tig­keit?

Grund­sätz­lich ist Weit­sichtig­keit (Hyper­opie) keine Er­krank­ung der Augen. Es handelt sich um eine meist natür­liche Un­regel­mäßig­keit in der Augen­form oder Brech­kraft. Weit­sichtig­keit kann zwei ver­schie­dene Ursachen haben:

Ursachen für Weit­sichtig­keit / Hyper­opie

  1. Der Aug­apfel ist zu kurz (Achsen­hyper­metropie oder Achsen­hyper­opie). Dies ist am Häuf­igsten der Fall.
  2. Die Brech­kraft der licht­brech­enden Medien (Horn­haut, Linse, Glas­körper, Vor­der­kam­mer) ist im Verhält­nis zur nor­malen Länge des Auges zu gering (Brech­ungs­hyper­opie oder Brech­ungs­hyper­metro­pie).

In manchen Fällen ist auch eine Kom­bina­tion aus beiden Ursachen möglich. Die Aus­wirk­ungen auf das Sehen sind jedoch gleich: Ihr Auge kann sich nicht richtig scharf stellen, da aus der Nähe kom­men­den Licht­strah­len sich nicht auf der Netz­haut, sondern dahinter zu einem scharfen Bild ver­ein­igen. Die Folge: Bei ent­spann­ter Augen­mus­kula­tur liegt der Brenn­punkt für ein scharfes Bild sogar bei weit ent­fern­ten Ob­jekten hinter der Netz­haut. Noch stärker fällt dieser Effekt bei nahen Ob­jekten aus.

  • Ein „normaler“ Augapfel ist circa 24 Milli­meter lang. Nur 1 Milli­meter weniger macht bereits eine Weit­sichtig­keit von 3 Diop­trien aus.

Weit­sich­tige können ihre Fehl­sichtig­keit im Gegen­teil zu Kurz­sich­tigen ein Stück weit kom­pen­sieren: Durch Akti­vität des Ziliar­muskels (innerer Augen­muskel) kann die Brech­kraft der Linse ver­stärkt werden. Der unbe­wusste Vorgang nennt sich Akkom­moda­tion und funk­tioniert bei weiter ent­fernten Gegen­ständen besser als bei in der Nähe liegen­den – daher spricht man auch von Über­sichtig­keit. Aller­dings ist dieser Aus­gleich auf Dauer sehr an­strengend. Über­sichtig­keit ist demnach keine beson­dere Fähig­keit, wort­wört­liche an­streng­ende „Muskel­arbeit“ für die Augen.

Weit­sichtig­keit bei Kindern

Weit­sichtig­keit / Hyper­opie ist normal­er­weise vererbt und ange­boren. Alle Kinder kommen leicht weit­sichtig zur Welt, werden jedoch in der Regel in den ersten sechs Lebens­jahren wieder normal­sichtig, sodass eine Korrek­tur nicht nötig ist. Beson­ders stark weit­sich­tige Kinder hin­gegen benötigen eine Brille um eine spätere Gefahr für eine Schiel­er­krank­ung zu vermeiden. Oft kann sich die Weitsichtigkeit aber durch das Wachs­tum des Auges bis zum Erwach­senen­alter noch ver­ringern.

Weit­sichtig­keit im Alter – Weit­sichtig­keit vs. Alters­weit­sichtig­keit

Weit­sichtig­keit ist jedoch nicht zu ver­wech­seln mit Alters­weit­sichtig­keit: Natür­licher Weise nimmt die Elas­tizität der Linse im Alter immer weiter ab – sie kann sich immer schlechter auf ver­schie­dene Ent­fern­ungen ein­stellen. Man spricht auch von Alters­(weit)­sichtig­keit (Pres­byopie): Die meisten Menschen benöt­igen ab circa dem 45. Lebens­jahr eine Lese­brille. Menschen, die bereits weit­sichtig sind, benötigen meist schon deutlich früher eine Lese­brille. Ab dem 40. bis 45. Lebens­jahr können sie zudem in der Regel auch in der Ferne ohne Brille nicht mehr scharf sehen.

Brille & Kontaktlinsen oder Augenlasern

Wie lässt sich Weit­sichtig­keit korri­gieren?

Her­kömm­licher Weise wird Weit­sichtig­keit (Hyper­opie) durch eine Sehhilfe, also eine Brille oder Kontakt­linsen korri­giert. Dabei kommen Sammel­linsen mit einem posi­tiven Brech­wert – gemes­sen in Diop­trien (kurz dpt.) – zu Einsatz: Das Plus­glas.

Die Linsen der Brille oder Kontakt­linsen ver­schieben den Punkt des scharfen Sehens im Auge wieder weiter nach vorne, sodass das ein­fal­lende Licht auf der Netz­haut gebün­delt an­kommt. So kann beim Blick in die Ferne auch ohne Akkom­moda­tion ein scharfes Bild auf der Netz­haut ent­stehen. Diese soge­nannten Plus­gläser sind konvex: Sie sind in der Mitte etwas dicker als am Rand und können sehr dünn ge­schlif­fen werden.

Es ist nicht unge­wöhn­lich, dass die ver­schrie­bene Brille oder Kontakt­linsen keine wesent­liche wahr­nehm­bare Ver­besser­ung der Seh­schärfe bewirkt. Dennoch ist es not­wendig die Brille / Kontakt­linsen dennoch zu tragen, da sein kann, dass Weit­sichtige sonst beginnen zu schielen.

Die moderne Lös­ungen zu Seh­hilfen wie der Brille oder Kontakt­linse sind das Augen­lasern oder Pre­mium­linsen. Durch eine kurze und schmerz­freie Be­hand­lung können Sie lang­fristig auf Ihre Seh­hilfe ver­zichten. Augen­ärzte em­pfeh­len das Augen lasern beson­ders Menschen, die auf­grund Ihrer Brille oder der Kontakt­linsen Kopf­schmerzen, Augen­schmerzen oder -ent­zün­dungen bekom­men, da diese in den meisten Fällen von den Seh­hilfen hervor­ge­rufen werden.

Wir beraten Sie hierzu gerne in einem per­sön­­lichen Gespräch. Kosten­­frei und un­ver­­bind­­lich.

Unterschied zu Kurzsichtigkeit

Was ist der Unter­schied zwischen Weit- und Kurz­sichtig­keit?

  • Weit­sichtig­keit (Hyper­opie): Scharfe Sicht in der Ferne, unscharfe Sicht in der Nähe. Weit­sichtig­keit wird mit einem Plus ange­geben (z.B. +2 dpt.).
  • Kurz­sichtig­keit (Myopie): Scharf Sicht in der Nähe, unscharfe Sicht in der Ferne. Kurz­sichtig­keit wird mit einem Minus ange­geben (z.B. -1,5 dpt.).

Wäh­rend Kurz­sichtige in der Nähe gut und in der Distanz unscharf sehen, können Weit­sich­tige in der Ferne gut und in der kurzen Distanz unscharf sehen. Weit­sich­tige müssen dafür jedoch die inneren Augen­muskeln stark bean­spruchen, weshalb Weit­sichtig­keit oft als an­stren­gender wahr­ge­nom­men wird. Bei sehr starker Weit­sichtig­keit ist das scharfe Sehen in der Nähe und teil­weise auch in anderen Dis­tanzen nicht mehr möglich.

Risiken von Weitsichtigkeit

Gibt es Risiken bei Weit­sichtig­keit?

Weit­sichtig­keit (Hyper­opie) keine Erkrank­ung, sondern eine natür­liche Un­regel­mäßig­keit der Augen. Dennoch erhöht beson­ders starke Weit­sichtig­keit (ab +5 Dioptrien) das Risiko für schwer­wieg­ende Er­krank­ungen des Auges. Dazu gehören unter anderem die Alters­be­dingte Makula­dege­neration (AMD), Grauen Star (Katarakt) und Grünen Star (Glaukom). Aus diesem Grund sollten sie ab dem 35. Lebens­jahr regel­mäßige Vor­sorge­unter­such­ungen wahr­nehmen, bei denen der Augen­innen­druck gemessen wird.

Sie haben Fragen zur Behandl­ung von Weit­sichtig­keit? Rufen Sie uns an und wir sprechen zusammen darüber.

Unsere Augenlasern Experten verfügen über 10 Jahre Erfahrung und können Ihnen telefonisch beratend zur Seite stehen. Wenn Sie mehr Hilfe brauchen, oder spezielle Fragen haben, helfen wir Ihnen gern weiter.

– Dr. med. Marie-Luise Pahlitzsch

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Fehlsichtigkeit korrigieren

Behandlungsmöglichkeiten

Augenlasern
(Trans-)PRK

Augenlasern ohne Flap
auch bei sehr dünner Hornhaut

Kurzsichtigkeit bis -4 dpt.
Weitsichtigkeit bis +2 dpt.
Hornhautverkr. bis 2 dpt.

Augenlasern
Femto-LASIK

Augenlasern mit Flap
schmerzfreie Heilung dank Flap

Kurzsichtigkeit bis -7 dpt.
Weitsichtigkeit bis +4 dpt.
Hornhautverkr. bis 4 dpt.

implan­tier­bare
Kontakt­linse ICL

vollständig reversibel
auch bei trockenen Augen

Kurzsichtigkeit bis -20 dpt.
Weitsichtigkeit bis +10 dpt.
Hornhautverkr. bis 6 dpt.

Linsentausch
Multifokallinse

Einsatz einer Multi­fokal­linse
kein Grauer Star im Alter

Korrektur aller regulären Sehfehler möglich, inklusive Horn­haut­verkrüm­mung

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